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HAMMAREN

- N62°09'00" E005°26'12" - ist ein stillgelegter Bauernhof in Sunnmøre, dem südlichen Teil von Møre og Romsdal. Er liegt bei Sandvik, etwa 6 km südlich von Åram in der Gemeinde Sande am Ostufer von Vanylvsfjorden, auf einer nahezu ebenen Hochfläche, 100 m über dem Meer - bequem zu erreichen über eine Privatstraße. Diese exponierte Lage bietet nicht nur viel Platz zum Erholen oder für Kinder, sondern garantiert auch einen phantastischen Panoramablick auf den Fjord, die vorgelagerten Inseln, Stadlandet und das offene Meer. Der Name leitet sich von dem norwegischen Ausdruck hammer oder auch fjellhammer her, der 'jäh abstürzender Berghang' bedeutet. Und richtig - nicht weit von Hammaren entfernt fällt das Gelände steil zum Ufer hin ab.

Neben dem ehemaligen Bauernhaus, das 1996 komplett renoviert worden ist, und einer großen Scheune sowie einer Privathütte des Eigentümers (errichtet 1998/99), besteht die Bebauung aus zwei Ferienhäusern (hytter), Baujahr 1990. Diese sind etwa 60 m² groß und enthalten einen großzügigen Wohnraum mit Küchenecke und Ausgang zu einer überdachten Terrasse, drei Schlafräume (jeweils einer mit Doppelbett, zwei Betten und Etagenbett) sowie Dusche und WC. Geheizt wird elektrisch, doch gemütlicher ist es, den gußeisernen Ofen im Wohnraum zu benutzen. Holz ist in der Scheune in beliebiger Menge vorhanden. Wer sich das Mitbringen von Bettwäsche ersparen will, kann diese vor Ort mieten.

Alle Häuser stehen in einem so großen Abstand voneinander, daß man sich gegenseitig nicht stört und verfügen über jeweils 6 Schlafmöglichkeiten. Die Ausstattung umfaßt neben einer kompletten Kücheneinrichtung Satelliten-TV, Gartenmöbel und umfangreiche Tieffriermöglichkeiten - besonders interessant für Angler, die es darüber hinaus zu schätzen wissen werden, daß ein Boot mit Außenborder im Mietpreis (zur Zeit NOK 3.500 pro Woche) inbegriffen ist; ebenso stehen Krabbenreusen zur freien Verfügung. Außerdem können (Angel- und andere) Fahrten mit einem größeren, teilweise geschlossenen Kutter (26 Fuß, 32-PS-Diesel) arrangiert werden. Bei Interesse wende man sich an Petter Nybø.

Die Landschaft

um Stadlandet herum (die Schreibweise variiert; es sind auch die Bezeichnungen 'Statt...' und 'Stadt...' in Gebrauch - ich wechsele bisweilen selbst dazwischen) - und in diesem Gebiet liegt auch Hammaren - wird wie folgt beschrieben:

"Nördlich der recht üppigen Landschaft um Selje wird die Küste in Richtung Fureneset und weiter um Stattlandet herum mehr und mehr unzugänglich. Abgesehen von Dragsgrenda in einer niedrigen Senke zwischen den Bergen nördlich von Dragsvika sieht man nur einige einsame Bauernhöfe entlang der steilen Berghängen, die auf Sildegapet hinausgehen. Man findet keine Ankerplätze, und ein Landgang ist nur bei gutem Wetter und ablandigem Wind möglich. ... Der einzige brauchbare Hafen auf dem äußeren Teil von Stattlandet ist Honningsvågen (Stattvågen). ... Bei schlechtem Wetter aus Nordwest bricht die gesamte Einfahrt zusammen. ... Es können gewaltsame Fallwinde vorkommen."<1>

"Ab dem plateauähnlichen Stattlandet mit seinem steilen Vorland wird die Küste in nördlicher Richtung kupierter. Die meisten Inseln auf der Küstenstrecke Statt - Breidsundet sind sehr hoch und fallen steil zur See hin ab. Das Hinterland ist ebenfalls sehr hoch. Von See aus gesehen wirkt die Küste nackt und grau. Es ist wenig Bebauung zu sehen, weil der größte Teil von Besiedelung und landwirtschaftlich genutzter Fläche auf den Süd- und Ostseiten der Inseln liegen. Die wichtigsten Erwerbszweige längs der Küstenstrecke sind Fischerei, Landwirtschaft und verschiedene Industrie."<2>

"Vanylvsfjorden ist die Fortsetzung von Vanylvsgapet und Haugsfjorden in südöstlicher Richtung. Er teilt sich zum Schluß in zwei Arme, Kjødepollen und Syltefjorden. Diese beiden Fjordarme werden durch die Slagneshalbinsel (Vanylven) getrennt. Vanylvsfjorden ist von ziemlich hohen, zumeist heide- und grasbedeckten Bergen umgeben. Hier und da findet man etwas Wald, zumeist Anpflanzungen. ... Entlang den Stränden gibt es bedeutende Bebauung, jedoch keine geschlossene Ortschaft."<3>

Letzteres gilt auch für Sandvik, dessen Name lediglich in Land- und Seekarten auftaucht - auf dem Ortsschild liest man Hakallestranda<4>. Sandvik selbst besteht zwar aus einer erheblichen Zahl von Häusern, verfügt jedoch über keinen eigentlichen Kern, wie man ihn von geschlossenen Ortschaften her kennt. Dafür gibt es einen kleinen Hafen mit unmittelbar daran gelegenem Sandstrand. Obwohl die Wassertemperaturen hier auch im Sommer nicht gerade überwältigend sind, wird der Strand an warmen Tagen sehr gern für ein kurzes Badevergnügen genutzt. Der nächste Kaufmann (mit Tankstelle) befindet sich in Krakset etwa 3 km in Richtung Åram, doch findet man die besseren Einkaufsmöglichkeiten sowie Bank und Post und eine weitere Tankstelle in Fiskå, 14 km.


<1> Den norske los (Dnl) 3b, 513 ff, Kürzung durch mich. [Zurück]
<2> Dnl 4, 61. [Zurück]
<3> Dnl 4, 65. [Zurück]
<4> Zum (möglichen) Ursprung des Ortsnamens bitte hier klicken. [Zurück]


Erstellt: 28. August 2000 - Letzte Änderung: 18. November 2000