[Zurück]...[Startseite]...[Übersicht]...[Weiter]

Der Aufenthalt

Wie bereits eingangs erwähnt, ist das Gebiet um Stad herum der touristischen Aufmerksamkeit bisher weitestgehend entgangen - einerseits zu Unrecht, wie ich meine, andererseits zum Glück. Hier bleibt man von den Reiseströmen, die sich schon seit vielen Jahren durch andere Gegenden Norwegens quälen (man denke etwa an Geiranger) erfreulicherweise verschont. Wie sehr es an einer für den Massentourismus erforderlichen Infrastruktur mangelt, mag etwa die Tatsache verdeutlichen, daß sich, von Hammaren aus gesehen, das nächste Hotel (gleichzeitig das einzige auf Stad) in Selje befindet - 45 km entfernt und mit 85 Betten gerade groß genug, ein bis zwei Busladungen gleichzeitig zu beherbergen.

Vor einigen Jahren hat man einen dezenten Versuch unternommen, Stadlandet selbst ins touristische Blickfeld zu bringen, und Kjerringa mit dem Beinamen "Vestkapp" belegt, um Assoziationen zum Nordkapp zu wecken<1>, aber eine merkbare Resonanz war dieser Initiative nach meinem Empfinden nicht beschieden. Allein die Unterkunftsfrage wird auch in Zukunft dafür sorgen, daß Stad mit seinem Umland den Individualreisenden vorbehalten bleibt, die entweder Hüttenferien machen oder mit dem Wohnmobil umherziehen. Und da sich auch das Angebot an Hütten und Campingplätzen in überschaubaren Grenzen hält, dürfte eine touristische Übervölkerung selbst in den Sommermonaten kaum zu befürchten sein - von den anderen Jahreszeiten ganz abgesehen: Wer im Frühjahr, Herbst oder gar Winter nach Hammaren fährt, sollte den letzten PKW mit ausländischem Kennzeichen irgendwo auf der E 6 zwischen Oslo und Otta sehen.

Was folgt aus alledem? Hammaren ist der richtige Ferienort für Menschen, denen organisierte Reisen jedweder Art und Menschenmassen zuwider und die gewillt sind, ihre ganz persönliche touristische Erschließung der Gegend vorzunehmen. Ich bin davon überzeugt, daß jeder, der dorthin reist, mit seinem eigenen individuellen Bild nach Hause zurückkehren wird. Es mag sich mit dem meinen decken oder auch nicht, es mag sogar zur Folge haben, daß die erste Reise nach Hammaren zugleich die letzte gewesen ist - auf keinen Fall will ich meine Eindrücke als Maßstab verstanden wissen: Mein Bestreben ist es, Fakten zu vermitteln, nicht aber die Reisen anderer quasi vorzu(er)leben. Nur einen Ausflug unternähme ich sehr gerne mit Ihnen zusammen - Sie werden ohne Zweifel merken, welchen...

Welche Möglichkeiten gibt es nun, die Tage auf Hammaren zu verbringen?
Da ist natürlich zunächst einmal das Angeln (oder Fischen, wenn Ihnen das lieber ist); zu diesem Zweck, so sagen meine Freunde, reisen die meisten Besucher nach Hammaren. Besonders günstige Fischplätze, was das Fangergebnis betrifft, sind Wassertiefen zwischen 20 und 40 m - mit dem Boot muß man dazu etwa 250 bis 500 m Abstand vom Land halten. Darüber hinaus bieten sich die Fähranleger von Åram und Koparnes zum Angeln vom Ufer aus an, weil man hier nicht nur einen sicheren Stand, sondern auch in kurzer Entfernung relativ tiefes Wasser vorfindet.

Die Angelei nimmt also während der sommerlichen touristischen Aktivitäten auf Hammaren einen bedeutenden Platz ein, und auch mir ist es wichtig, mich ein wenig ausführlicher darüber zu verbreiten. Schließlich sollen Sie wissen, was Ihnen an den Haken gehen kann und welche ganz spezielle Einstellung ich persönlich zu dieser Art von Freizeitbeschäftigung habe. Mehr gibt es daher auf einer Extraseite.

Auch wer 'nur' zur Erholung verreist, ist auf Hammaren richtig. Es ist erstaunlich, wie schnell man sich als Großstadtbewohner an die geringe Bevölkerungsdichte und die Ruhe gewöhnt. Mir ist berichtet worden, es sei gar nicht so selten, daß Besucher in den ersten Tagen über Schlafstörungen klagen, die sie auf die fehlenden Umweltgeräusche zurückführen. Dem mag so sein, aber die sommerlichen Lichtverhältnisse haben mit Sicherheit auch ihren Anteil daran.

Nicht nur die Bevölkerungs-, sondern auch die Verkehrsdichte ist gering. Will man einen Hauch von gewohntem Stadtverkehr erleben, muß man schon nach Ålesund fahren, wo sich auch die nächstgelegene Verkehrsampel befindet.

Doch das kann man auch zu Hause haben. Stattdessen bietet sich an, sich an einem schönen Tag auf der Terrasse in die Sonne zu setzen, zu lesen und zwischendurch immer wieder den Blick schweifen zu lassen. Ich habe das schon oft gemacht - auch über Ostern und im Herbst, nur daß ich dann einen Pullover und vielleicht noch eine zusätzliche Jacke habe anziehen müssen, weil der Wind recht kühl war und die Sonnenwärme überdeckte.

Wer einen reinen Wander- oder gar Badeurlaub erleben will, sollte sich dagegen besser nach anderen Reisezielen umsehen.

Zum Wandern ist das Gelände nahezu ungeeignet. Zwar führen einige Straßen und Wege an den Berghängen hinauf, um an ihrem Ziel bei technischen Einrichtungen der verschiedensten (auch militärischer[!]) Art oder entlegenen Häusern zu enden, und man kann sie getrost in Angriff nehmen, um die Aussicht zu erleben. Doch Wandern im eigentlichen Sinne ist das nicht - sieht man einmal vom Weg nach Krokedalsvatnet ab, der bei Hammaren beginnt. Es gibt nur wenige markierte Wanderrouten, wie man sie vielleicht aus den Bergen Österreichs kennt, und die von unten so sanft und flauschig aussehenden Berghänge erweisen sich beim Näherkommen als Gewirr aus Felsblöcken und tiefen Spalten, teilweise überdeckt von Heide- und Wacholderbewuchs. Der Versuch, sich hier seinen Weg querfeldein zu suchen, scheitert schnell. Das, was in der näheren Umgebung markiert beschritten werden kann, ist schnell beschrieben, und Sie finden eine Übersicht auf dieser Seite.

Die Feststellung, daß man einen Badeurlaub lieber anderenorts verbringen sollte, stellt auf den ersten Blick ein Paradoxon dar: Der nächstgelegene Strand mit feinem weißem Sand befindet sich nur etwa einen Kilometer von Hammaren entfernt am Hafen von Sandvik. Das Wasser fällt recht flach ab, so daß eigentlich gute Voraussetzungen zum Baden vorliegen sollten. Diese Überlegung trifft auch zu - wenn man die Wassertemperaturen unberücksichtigt läßt. In warmen Sommern kann das flache Wasser zwar erheblich wärmer werden, als es der für Kråkenes ermittelte Durchschnittswert für den Monat Juli (12,8 °C) vermuten läßt, zumal ganz in der Nähe Sandvikselva mündet, doch verlassen sollte man sich darauf nicht, wenngleich ein badehuset genanntes Gebäude sehr wohl auf einen Badebetrieb hindeutet.


Wer nun den Eindruck gewonnen hat, man könne nach Hammaren nur zum Fischen oder Erholen (viele Menschen erholen sich auch beim Fischen und haben somit einen Vorteil gegenüber den 'Nur-Erholern') reisen, der irrt. In der näheren und weiteren Umgebung (wobei ich 'weiter' als Reisezeit von etwa 3 Stunden pro Strecke definiere) gibt es eine Menge zu entdecken, und mir persönlich gefallen einige Orte oder Stellen so gut, daß ich immer wieder gern dorthin fahre, obgleich ich schon so oft dort gewesen bin. Die folgenden Hinweise sind keineswegs abschließend, sondern sollen lediglich Anregungen darstellen - den Rest der Umgebung erkundet man besser auf eigene Faust. Und auch meine persönlichen Bewertungen, die ich unter Zuhilfenahme des bekannten norwegischen Straßenschildes "Sehenswürdigkeit" abgebe, sollen nur der groben Orientierung dienen und sind ebenfalls ausschließlich auf meine eigenen Empfindungen gegründet. Ich fahre zum Beispiel sehr gerne nach Kråkenes und werde diesem Leuchtfeuer die Spitzennote verleihen, was so viel heißt, daß man einfach dorthin muß - aber Sie können durchaus anderer Ansicht sein, ohne mich zu kränken. Ansonsten lesen Sie bitte als "durchaus sehenswert" und im Sinne von "sollte man sich nicht entgehen lassen". Außerdem werde ich an der einen oder anderen Stelle mit zwei weiteren Verkehrsschildern arbeiten, um Sie auf mögliche Gefahren oder aber auch Verbote aufmerksam zu machen.

Buholmen lykt
- N62°10,2' E005°04,9' - ist ein Leuchtfeuer (fyrlykt 4. Ordnung<2>) auf dem südlichen Holm von Buholmen. Es ist als kleines Eisenhaus auf einer Betonsäule konstruiert, deren Fuß sich 9,7 m über Grund befindet; die Höhe des Feuers selbst beträgt 30,8 m. Trotz seiner Höhe soll das Feuer während eines Sturmes vor einigen Jahren durch die Einwirkung der See erloschen sein.

Ervik,
ein kleines Dorf an der Westseite von Stadlandet, bietet neben einem langen und feinsandigen Strand eine Kapelle, die zur Erinnerung an das Hurtigrutaschiff St. Svithun errichtet wurde, das nach einem Bombenangriff am 30. September 1943 südlich von Hovden strandete. Unmittelbar daneben liegt ein alter Friedhof, auf dem sich auch Gräber unbekannter, in der Gegend angeschwemmter Seeleute befinden. Eiserne Grabkreuze, die teilweise schrägstehen, können an trüben Herbsttagen durchaus eine verwunschene Stimmung entstehen lassen. Bei Niedrigwasser und wenn die Brandung nicht allzu stark ist, kann man vom Strand aus gut in einer Entfernung liegende Wrackreste erkennen. Sie gehören der Emsland, einem am 20. Januar 1944 von alliierten Flugzeugen angegriffenen und bei Ervik auf Land gesetzten deutschen Dampfer. Die Ladung des Schiffes bestand aus Kohle - sehr zur Freude der ansässigen Einwohner. Vergleichbares hat sich übrigens auch in Hoddevik zugetragen.

Giske
liegt nordwestlich von Ålesund. Die Insel hat Straßenverbindung mit Valderøy (Brücke) und Godøy (Tunnel).
Sehenswert:
- Giske kirke, eine romanische Marmorkirche von etwa 1130.

Godøy,
eine Insel westlich von Ålesund, ist mit Giske durch einen Tunnel verbunden.
Sehenswert:
- Alnes fyr , Leuchtfeuer - N62°29,4' E005°58,1' - (unbemannte fyrstasjon 4. Ordnung<3>) auf der Nordwestspitze der Insel. Der weiße Turm mit zwei roten Streifen steht auf einer Anhöhe 22,5 m über Grund, während die Höhe des Feuers selbst 36,0 m beträgt. Energieversorgung durch Netzstrom mit Notaggregat. Dieses Leuchtfeuer ist von seiner Konstruktion her interessant: Der Turm besteht aus einem Eisengerüst, das mit Holz verschalt ist. Während der Sommermonate besteht die Möglichkeit einer Turmbesteigung.

Hendanes fyr
- N62°02,1' E004°59,3' - liegt auf der Nordwestspitze von Vågsøy. Die unbemannte fyrstasjon 3. Ordnung<4> besteht aus einem weißen Holzhaus mit großem Eisenfeuer am nordwestlichen rechten Giebel, 10,5 m über Grund; Höhe des Feuers selbst 45,2 m. Als Energieversorgung wird Netzstrom benutzt, bei Stromausfall übernimmt ein Notaggregat den Weiterbetrieb des Feuers. Zusammen mit diesem Haus klebt ein Nebengebäude wie ein Vogelnest am steilen Abhang. Von Hendanes aus ist das Feuer in ca. 20 Minuten zu Fuß auf einem bequemen Klippenweg, der erst auf seinem letzten Stück stärker ansteigt, zu erreichen. Eine gewisse Vorsicht ist aber geboten, denn zum einen ist die Strecke steinschlaggefährdet, und zum anderen ist der Weg stellenweise in einem schlechten Zustand. Sollte man ins Stolpern geraten, stellt das Geländer mehr Trost als Hilfe dar Wie exponiert die Lage der beiden Häuser wirklich ist, erkennt man eigentlich erst, wenn man die Straße von Raudeberg in Richtung Kråkenes fährt. Bei Kvalheim hat man einen guten Blick auf Hendanes fyr, einen kleinen weißen Fleck hoch oben im schwarzen Fels.
Nach Hendanes gelangt man, wenn man die Brücke nach Måløy überquert und sofort am anderen Ende nach links in Richtung Oppedal abbiegt. Anschließend fährt man bis Vågsvåg, wo zwei Straßen nach links abgehen. Die erste endet nach wenigen hundert Metern an einem kleinen Hafen, die zweite führt nach Hendanes, ohne jedoch ausgeschildert zu sein - zumindest ist mir kein Wegweiser aufgefallen.
Zur Geschichte:
Hendanes war von großer Bedeutung für Fischereifahrzeuge und die seinerzeit ständig steigende Zahl von Fischereibetrieben der Gegend. Außerdem wies es den Weg nach Torskangerpollen hinein, einen guten Nothafen.
Die Landschaft steigt von See her ziemlich steil an, was die Zufuhr von Baumaterial schwierig gestaltete. Das erste, was zu geschehen hatte, war der Bau eines Weges.
Das Feuer selbst stammte von Lille Torungen, wo es außer Betrieb genommen war, und wurde in einem zylindrischen Behältnis an einer Hausecke, die sich auf gleicher Ebene wie die Stube befand, installiert. Daß es ursprünglich auf Torungen zum Einsatz kam, erklärt die vergleichsweise hohe Lichtstärke. Das Feuer ging am 25. November 1914 in Betrieb.
Während eines Angriffs durch alliierte Flugzeuge im März 1945 wurden der Leuchtturmwärter, seine Frau sowie einer ihrer Söhne verwundet. Der Sohn hatte so schwere Verletzungen, daß er den steilen Abhang zum Ufer hinuntertransportiert werden mußte, von dort nach Måløy und weiter mit einem Rettungskreuzer ins Krankenhaus nach Florø.
Das Haus, in dem sich das Feuer befand, wurde bei diesem Angriff samt Linse total zerstört, während das Wohnhaus leichtere Schäden davontrug.
Nach dem Wiederaufbau erfolgte im Jahre 1952 die Automatisierung<5>.

Hoddevik
Die Straße nach Hoddevik ist landschaftlich sehr reizvoll. Man fährt von Leikanger zunächst in Richtung Ervik, folgt jedoch nicht der abknickenden Vorfahrt, sondern fährt in dieser Kurve geradeaus und der einmündenden Straße nach. Ab Drage beginnt sie stark zu steigen, um dann bald wieder in einigen Haarnadelkurven nach unten zu führen. Von der obersten Stelle aus hat man bereits einen Blick auf das, was einen am Fuße der Straße erwartet: eine kleine Ansiedlung mit schönem Strand und Flugsandgebiet. Unten angekommen, gibt es allerdings ein Problem, das man hier nicht vermutet: Anders als in Ervik, wo vor dem Friedhof und damit dicht am Strand eine große Fläche ist, auf dem man sein Auto abstellen kann, begegnet man in Hoddevik einem echten Parkplatzproblem! Die Straße hat nur einen schmalen Randstreifen, der zudem noch von Zäunen begrenzt wird, auf deren anderer Seite landwirtschaftliche Nutzflächen liegen. Nach meiner Erfahrung gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder fährt man bis zum Ende der Straße weiter, wo sich ein kleiner Molenhafen befindet. Hier ist etwas mehrPlatz, und man muß nur aufpassen, daß man nicht eines der Bootshäuser "zuparkt". Oder aber man stellt sich gegenüber der auf den Strand hinunterführenden Zufahrt auf eine große Rasenfläche. Diese ist zwar Privatgrund, doch ich habe einmal gefragt, ob ich dort parken dürfe. Das sei kein Problem, wurde mir geantwortet, die meisten Besucher machten das. Aber gefragt hätte noch keiner...
Hat man nun die Frage des Parkens auf die eine oder andere Weise zufriedenstellend gelöst, könnte sich eine andere Widrigkeit ergeben: Nach wenigen Metern mündet, quer über den Strand hinweg, ein kleiner Fluß. Sollte dieser viel Wasser führen, so kann man ihn unmöglich durchwaten - nicht etwa wegen der Wassertiefe, sondern wegen der reißenden Strömung. Aus der geplanten Strandwanderung wird dann nichts, denn eine Brücke sucht man vergebens.
Wie schon im Januar 1944 in Ervik, so sorgte auch hier ein kriegerisches Ereignis für Freude bei den Einwohnern. Am 6. April 1944 wurde der deutsche Koksfrachter Wesergau von einem feindlichen U-Boot angegriffen und lief dicht vor Hoddevik auf Grund. Man erzählt, daß noch etliche Jahre nach Kriegsende mit Koks geheizt worden wäre, der von diesem Schiff stammte. Auch wenn ich bei keinem meiner Besuche Wrackreste habe entdecken können (obgleich die Seekarte ein Wrack verzeichnet, das seinem Symbol nach teilweise aus dem Wasser ragen soll), so läßt sich der betreffende Ort jedoch ziemlich leicht ausmachen: Man braucht nur genau in Verlängerung der Mole auf das Wasser zu schauen - irgendwo dort liegt das, was die See von der Wesergau übriggelassen hat. Ich habe diese Kenntnisse von einem Bild, das Sie auf der Website des Tauchclubs Ægir anschauen können und bin sicher, Sie werden mir in bezug auf meine Vermutung recht geben.

Honningsvågen (Stattvågen)
bietet den einzigen brauchbaren Hafen auf dem äußeren Teil von Stadlandet und liegt in einer langgestrecken Bucht an dessen Nordspitze, 17 km von Leikanger entfernt. Der Hafen, an dessen Ende sich ein kleiner Sandstrand befindet, wird von zwei Molen geschützt. An dieser Stelle ist man dicht unter Kjerringa und hat einen ausgezeichneten Blick hinauf. Ich habe hier einmal erlebt, wie sie innerhalb weniger als einer halben Stunde dicht von Wolken eingehüllt war, obgleich ansonsten wolkenloser Himmel herrschte, und Honningsvågen weiterhin in strahlendem Sonnenschein lag.


..........

Hovden,
südlich von Ervik, besteht nur aus einem Bauernhof, einigen Bootshäusern sowie einer Mole, in deren Schutz einige kleine Boote Platz finden, und ist zugleich der Name einer Landzunge, die sich hier etwa einen Kilometer ins Meer hinausstreckt und 110 m hoch aufragt. Mich fasziniert dieser Ort immer wieder in einem Maße, daß ich ihm am liebsten viermal das Symbol verliehen hätte. Aber kommen Sie einfach mit und sehen Sie selbst...

An der Brücke über Storelva beginnt ein Fahrweg hinaufzuführen; hier ist auch mehr als reichlich Platz, um unser Auto stehenzulassen. Bereits aus der Ferne fallen uns Ruinen und Reste von Grundmauern auf - Überbleibsel deutscher Befestigungen aus dem Zweiten Weltkrieg, denn diese Gegend war von erheblicher strategischer Bedeutung. Ungefähr in der Mitte des Aufstiegs begegnet uns dann am linken Wegesrand ein erstes Relikt der Bewaffnung, nämlich das, was in all den Jahren von einer Lafette übriggeblieben ist. Bereits bei meinem ersten Besuch im Mai 1993 (mithin fast 50 Jahre nach Kriegsende) lag sie dort und rostete vor sich hin, und daran hat sich nichts geändert.

Am 6. April 2004 trafen wir uns dann photographisch wieder, wenngleich ich die malerisch abgerostete Stütze nicht mehr habe entdecken können. Davon abgesehen war ihr Zustand nahezu unverändert. Wie lange es wohl noch dauern wird, bis die Natur diesen Schrott aus eigener Kraft beseitigt hat?

Doch gehen wir weiter. Insbesondere auf der Südseite der Halbinsel finden wir eine eindrucksvolle Steilküste vor, die senkrecht ins Meer abfällt. An ihrem Fuß kocht und brodelt das Wasser auch an ruhigen Tagen. . Genießen wir diesen atemberaubenden Blick in die Tiefe ganz ruhig und entspannt, denn eine Absturzgefahr besteht nicht. Der Abgrund ist nämlich durch einen kräftigen Zaun gesichert, den man allerdings nicht für Menschen wie Sie und mich errichtet hat, sondern um zu verhindern, daß weidendes Vieh verlorengeht.

Nun führt uns der Weg weiter hinauf. Bis zum Jahre 2004 endete der Fahrweg an einer schwarz gähnenden Tunnelöffnung, um als schmaler Trampelpfad weiterzulaufen. Später dann gelangte man an ein verfallenes Gebäude - die ehemalige Wachhütte aus Kriegstagen. Diese hat der örtliche Heimatverein mittlerweile aber von Grund auf erneuert, und im Zuge dieser Arbeiten wurde auch der Fahrweg bis nach oben verlängert, was uns allerdings egal sein kann, denn unser Auto steht ja weit unten geparkt.

Als erstes lockt uns natürlich der Stollen. Keine Angst, er sieht bedrohlicher aus, als er in Wirklichkeit ist; außerdem haben wir ja eine Taschenlampe dabei, die uns auf den ersten Metern eine gute Hilfe ist. Nach ein paar Schritten ist es mit der Dunkelheit sowieso vorbei; wir durchschreiten eine leichte Kurve und sehen dann im wahrsten Sinne des Wortes Licht am Ende des Tunnels. Zwar bemerken wir, daß irgendwo ein Gang abzweigt, aber den lassen wir links liegen, soll er doch dem Vernehmen nach in einem Schacht und damit im Nirgendwo enden. Stattdessen streben wir dem immer größer und heller werdenden Lichtpunkt zu.

Was uns dann erwartet, stellt alle unsere Vorstellungen weit in den Schatten: Unter uns bricht sich das Wasser über schwarzen Klippen , wir schauen auf Statthavet, das im strahlenden Sonnenschein so trügerisch friedlich wirkt. Unsere Augen können sich nicht sattsehen an diesem Panorama - Buholmen zu unserer Linken, scheinbar nur einen Steinwurf entfernt, , die langgestreckte Küste in Dunst und Gegenlicht , während gerade voraus, auf Store Hovden, die ehemaligen Stellungen wie die Überreste mittelalterlicher Burgen wirken könnten - wären da nicht bei näherer Betrachtung rostige Stahlträger zu erkennen. Man hat uns erzählt (oder haben wir es irgendwo gelesen?), daß die deutschen Truppen während des Krieges Hovden und Store Hovden durch eine Seilbahn verbunden hatten. Kein Wunder, denn dazwischen liegt eine tiefe Kluft. Zwar sei es durchaus möglich, sie zu überwinden, so unsere Informationen, aber dieses Unterfangen sei nicht ungefährlich und außerdem sehr zeitaufwendig. So verlockend der Gedanke an eine derartige Expedition auch sein mag, wir verfolgen ihn nicht weiter, denn schließlich wollen wir heute noch den Rest der Halbinsel erkunden - zumindest denjenigen, der einfacher zu erreichen ist.

Endlich müssen wir uns einen heftigen Ruck geben, um unseren Blick abzuwenden und erneut in den Tunnel einzudringen. Schnell haben wir ihn jedoch durchschritten, treten aus der feuchten Kühle in die sonnenwarme Luft hinaus, wenden uns nach rechts, streben weiter den Fahrweg empor. Was für ein herrlicher Tag! Nur ein laues Lüftchen weht, es riecht nach dieser wunderbaren Mischung aus Wasser, Salz und sonnengewärmter Heide. Fast wären wir versucht, uns irgendwo niederzulassen und einfach die Stimmung in uns aufzusaugen, aber wir wollen doch noch mehr von diesem faszinierenden Ort entdecken. Da kommt es auch schon in Sicht - das ehemalige Wachgebäude, das jetzt in neuem Glanz erstrahlt. Fast könnte man meinen, es sei erst gestern neu errichtet worden. Die Vorhänge sind nicht zugezogen, so daß wir einen Blick ins Innere werfen können. Helle, freundliche Kieferpaneele überall, ebensolche Möbel. Wozu mag sie nur dienen? Weit und breit ist niemand zu sehen, den wir fragen könnten. Uns kommt ein Gedanke: Ob sie vielleicht zu mieten sei? Hammaren ist zwar auch ein phantastischer Platz, aber hier ein paar Tage in unmittelbarer Nähe zum Meer zu verbringen...<5a>

Und wieder dieser Blick bis zum Horizont über Statthavet, auf Buholmen. Wir wissen aber auch: Ungefähr in der Mitte dieses herrlichen Bildes, an dem wir uns nicht sattsehen können, läuft am 30. September 1943 das Hurtigruteschiff Sanct Svithun nach dem Angriff alliierter Flugzeuge brennend auf Grund und sinkt, wobei eine bis heute nicht genau bekannte Zahl von Menschen (darunter sechs Deutsche) ihr Leben verliert.

Auch sonst erscheint uns Hovden zwar als Idyll, aber doch mit deutlichen Schattenseiten: Nicht nur Store Hovden, sondern auch der weiter landeinwärts gelegene Teil der Halbinsel ist massiv mit ehemaligen deutschen Befestigungen durchsetzt. Überall gibt es Bunker, Stellungen, Gräben - teilweise verblüffend gut erhalten, teilweise aber auch stark überwuchert und nur schwer zu erkennen. Wir tun gut daran, unsere Schritte sorgsam zu setzen, um nicht irgendwo hineinzustürzen.

Mehr oder minder planlos streifen wir durch das Gelände, überlegen immer wieder, zu welchem Zweck diese oder jene Einrichtung seinerzeit gedient haben mag. Irgendwie wirkt alles so unwirklich, stellenweise sogar unheimlich. Hier alleine auf Entdeckungstour zu gehen, dürfte wohl nicht jedermanns Sache sein, aber wir sind ja gemeinsam hier - Sie und ich.

Schließlich hilft alles nichts: Wir müssen uns von diesem seltsamen und zugleich so faszinierenden Ort losreißen und wieder in Richtung Auto gehen. Auch auf dem Rückweg immer wieder die Frage nach dem ursprünglichen Zweck der Mauerreste. Fragen, auf die es keine Antwort gibt, jedenfalls vorerst nicht. Wir beschließen, noch einen kurzen Abstecher zum Hafen zu machen, bevor wir endgültig die Fahrt nach Hause antreten. Und da sehen wir es: Ein Hinweisschild, das uns versucht zu erläutern, was wir da oben gesehen haben. Wir schauen uns an: Weshalb um alles in der Welt hier unten und nicht irgendwo am Weg, am Tunneleingang etwa? Noch ein Rätsel. Das Schild ist sowohl in norwegischer als auch deutscher Sprache verfaßt, aber in einem sehr schlechten Zustand; eine brüchig gewordene und eingerissene Abdeckung aus Kunststoff versucht, das Ganze notdürftig zu schützen, Skizze und Bustaben sind verblichen. Zwar ist der Lageplan noch einigermaßen gut zu erkennen, doch ist der deutsche Text so gut wie nicht, der norwegische nur ein wenig besser zu lesen. Aber alles das jetzt entziffern? Ich mache lieber eine Aufnahme<5b> und werde später versuchen, das Schild zu Hause am Rechner so weit wie möglich zu rekonstruieren.

So - nun haben Sie ihn überstanden, den einzigen Ausflug, den ich auf dieser Seite zusammen mit Ihnen habe unternehmen wollen.

Hovden ist immer wieder einen Besuch wert, auch wenn ich mir oft die Frage gestellt habe, wie es dort oben bei Sturm aussehen mag. Dieses Erlebnis wird jedoch meiner Phantasie vorbehalten bleiben müssen. Vor einigen Jahren bin ich einmal der Versuchung erlegen, bei stürmischem Wind nach oben zu gelangen - beileibe nicht bei "richtigem" Sturm. Bereits der Anstieg bis zur Tunnelmündung erwies sich als problematisch, weil es keinerlei Schutz vor den Böen gab, die mich mit überraschender Gewalt trafen und in Richtung des Abhangs drängten. Das letzte Stück des Weges weiterzugehen hielt ich dann für lebensgefährlich und bin wieder umgekehrt.

Kjerringa (Vestkapp)
am westlichen Ende von Stadlandet ist eine Art Hochplateau, 496 m hoch, und fällt nahezu senkrecht zum Meer ab. Reste deutscher Befestigungen aus dem Zweiten Weltkrieg. Beeindruckende Aussicht auf das Meer mit Svinøya und die umliegenden Berge. Straßenverbindung nach Leikanger, 14 km. Die Straße hinauf zweigt auf Årvikfjellet ab, ist mit einer festen Decke versehen, aber einspurig und ohne jegliche Randsicherung. Zahlreiche Ausweichen sichern ein Fortkommen auch bei Gegenverkehr.
Im Mai 1993 ging es jedoch für mich nicht so glatt. Eines Morgens wachte ich auf und mußte feststellen, daß die umliegenden Berge mit Neuschnee bedeckt waren und strahlender Sonnenschein herrschte. Schnell war der Entschluß gefaßt, auf Kjerringa zu fahren und die Aussicht zu genießen. Die Fahrt verlief zunächst problemlos; in den niedrigeren Regionen lag nicht einmal Schnee, allenfalls etwas Matsch auf der Fahrbahn. Allerdings wurde die Schneedecke, die aus der Ferne recht lückenhaft ausgesehen hatte, desto dichter, je höher die Straße stieg. Bei der bereits beschriebenen Abzweigung - in einer Höhe von etwa 180 m - herrschten dann recht winterliche Verhältnisse, und ein erster Blick zeige, daß vor mir an diesem Tage noch niemand die Straße hinaufgefahren sein konnte, denn vor mir lag eine unberührte Schneefläche, die sich bis zum Gipfel hinaufzog. Außerdem wehte ein recht unangenehmer, frischer Wind aus Südwest - was mich hätte davon abhalten sollen, mein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Gleichwohl - voller Optimismus (oder Gedankenlosigkeit?) nahm ich die Straße in Angriff.
Anfangs ging alles gut: Dank der vergleichsweise milden Steigung und meiner Winterreifen gab es ein gutes Fortkommen, wenngleich der Schnee, dessen Höhe ich am Fuße der Straße auf etwa 10 cm geschätzt hatte, stellenweise deutlich höher zusammengeweht war. Doch auch diese Warnung ignorierte ich. Zwischenzeitlich war ich bis kurz unter den Gipfel gekommen, konnte bereits eines der (damaligen Decca-<6>) Betriebsgebäude sehen - und eine Schneewehe, die quer über die Straße verlief und eine Höhe von mehr als einem Meter zu haben schien.
Nun gab es zunächst einmal zwei Möglichkeiten: Entweder versuchte ich, mit Gewalt hindurchzukommen und ging das Risiko ein, bereits hier, spätestens aber auf dem Gipfel und (in beiden Fällen) weitab von jeder Hilfe steckenzubleiben, oder aber ich ließ das Auto an Ort und Stelle stehen (mit Verkehr dürfte kaum zu rechnen sein) und ging die restlichen 200 Meter zu Fuß. Mittlerweile mit etwas mehr Vernunft gesegnet als noch vor einiger Zeit, entschloß ich mich für letzteres - um feststellen zu müssen, daß ich meine Gummistiefel auf Hammaren vergessen hatte. Damit gab es nur noch eines: Rückmarsch. An Wenden war wegen der schmalen Straße und der aufgrund des Schnees nicht erkennbaren Fahrbahnränder nicht zu denken, und ich mußte den ganzen Weg zurücksetzen. Weil ich gezwungen war, mich dabei an meinen eigenen Spuren zu orientieren, um nicht von der Straße abzukommen, diese aber durch die Heckscheibe nicht deutlich genug erkennen konnte, fand dieses Rückzugsmanöver bei geöffneter Fahrertür und ständig hereinwehendem Schnee statt... Wie lang diese Strecke war, weiß ich nicht mehr, aber sie kam mir endlos vor. Beim nächsten Besuch werde ich den Kilometerzähler auf Null stellen, und dann werden wir es genau wissen. Wenn Sie auf das folgende Bild klicken, um es zu vergrößern, sehen Sie an der Markierung, wie weit ich seinerzeit vorgestoßen bin.

Krokedalsvatnet
ist ein See am Ende von Krokedalen, 272 m über dem Meer, und eine Bergtour wert - mehr darüber erfahren Sie auf der Seite über die Wandermöglichkeiten.

Kråkenes fyr<7>
Leuchtfeuer (unbemannte fyrstasjon<8> 4. Ordnung<9> auf der Außenseite der Insel Vågsøy, schöne Aussicht auf Meer und Küste. K. stellt jährlich Rekorde auf, was die Zahl der Starkwind- und Sturmwarnungen betrifft; nicht selten werden Windgeschwindigkeiten gemeldet, die über den Meßbereich der Instrumente hinausgehen.<10> Während der Sommermonate ist das letzte Stück des Fahrweges für Kraftfahrzeuge gesperrt, sonst kann man mit dem Auto direkt bis an das Leuchtfeuer heranfahren - nichts für schwache Nerven. Am Hauptgebäude kündet eine Tafel von Inbetriebnahme und Automatisierung.

Bei winterlichen Straßenverhältnissen ist von der Fahrt bis zum Feuer selbst übrigens dringend abzuraten. Der Weg ist nicht nur schmal, sondern an einigen Stellen deutlich abschüssig - ausgerechnet zur Seeseite hin. Hier habe ich einmal wegen starker Vereisung der Fahrbahn erhebliche Probleme bekommen; es hätte wirklich nicht viel gefehlt, und ich hätte Ihnen das alles nicht mehr schreiben können.

Auch sonst ist die Gegend um Kråkenes fyr herum nicht ungefährlich; namentlich betrifft das die kleine Mole. Selbst an schönen ruhigen Tagen wie hier kommt es immer wieder vor, daß die eine oder andere Welle über die Mole schlägt. Aber während Sie dabei allenfalls riskieren, einen gehörigen Schrecken zu bekommen und sich durchnäßt wieder in Ihr Auto setzen zu müssen, heißt es bei schwerer See . Halten Sie sich auf jeden Fall in gebührendem Abstand, denn es besteht akute Lebensgefahr.

Zur Geschichte:
Das Feuer wurde am 1. Oktober 1906 in Betrieb genommen. Es gab keinen natürlichen Hafen, und der Landgang war sehr schwierig. Im Laufe des Jahres 1909 wurde eine Landungsmöglichkeit gebaut, bei welcher das Boot mit einem Kran emporgezogen und weiter auf einem auf Schienen laufenden Wagen in ein höher gelegenes Bootshaus gebracht werden mußte. Zwischen Landung und Feuer lagen 540 Meter Weg und eine Steigung von 30 m. Zur nächsten Einkaufsmöglichkeit, Raudeberg, waren es 7 km - über See. Man konnte zwar auch über Land dorthin gelangen, doch war der Weg beschwerlich, und man mußte mit einem Zeitaufwand von drei Stunden pro Strecke rechnen. Zur Volksschule auf Kråkenesgårdene waren es 2 km.
Im Laufe des Zweiten Weltkrieges, während dessen das Feuer von deutschem Militär besetzt war, wurde eine Straße nach Kråkenes gebaut, die später verbreitert wurde. Im März 1945 wurde das Feuer von alliierten Flugzeugen bombardiert, wobei das Wohnhaus, in dem auch das Feuer untergebracht war, niederbrannte. Es wurde zunächst durch ein provisorisches Licht ersetzt; der endgültige Wiederaufbau erfolgte in den Jahren 1949/50<11>, die Automatisierung fand im Jahre 1986 statt.

Auf der Rückfahrt nach Måløy sollte man einen Abstecher nach Refvik machen.<12>

Sehr zu empfehlen ist darüber hinaus ein etwa einstündiger Fußmarsch auf Mehuken (434 m), oberhalb von Kråkenes gelegen. Der Aufstieg wird durch eine herrliche Aussicht belohnt; ein (für den normalen Fahrzeugverkehr gesperrter) Fahrweg führt auf den Gipfel und beginnt ungefähr auf halber Strecke zwischen Kvalheim und Kråkenes an Movatna. Leider verschandeln seit dem Jahre 2001 fünf Windturbinen den Gipfel , vermögen aber schönen Aussicht glücklicherweise nichts anzuhaben.

Nicht verleiten lassen sollte man sich hingegen dazu, Måsegga (435 m) "erobern" zu wollen. Zwar lädt eine asphaltierte Straße geradezu betörend dazu ein, das Verbotsschild zu ignorieren und mit dem Auto hinaufzufahren (ich habe den Schlagbaum erstmals im Sommer 2000 geschlossen gesehen), doch endet die Straße auf dem Gipfel in einer militärischen Anlage. Ich bin seinerzeit zwar weder festgenommen noch davongejagt worden, nachdem ich die Steigung zu Fuß erklommen hatte, sondern sogar mit dem Kommandanten in ein recht nettes Plaudern geraten, habe aber gleichzeitig eine Zurückhaltung bemerkt, wie noch nie zuvor in Norwegen. Verständlich - konnte er wissen, welch sinistrem Zweck mein Auftauchen diente? Ich war ihm jedenfalls darüber nicht gram.

Leikanger (Stadlandet)
Altes und bedeutendes Fischereizentrum, an der Ostseite von Stadlandet gelegen. Straßenverbindung unter anderem nach Åheim (34 km), Hoddevik (12 km), Ervik (11 km) und auf Kjerringa (14 km). 'Stadlandet' ist seit etlichen Jahren die offizielle Ortsbezeichnung - man wird keinen Wegweiser nach 'Leikanger' finden. Dennoch fährt jedermann keinesfalls nach Stadlandet, sondern nach Leikanger.

Mehuken
Berg (433 m) oberhalb von Kråkenes. Bei Movatna beginnt ein für den Fahrzeugverkehr gesperrter Fahrweg; der Fußmarsch hinauf dauert etwa eine Stunde. Schöne Aussicht.

Måløy<13>
- N61°56' E005°07' - hat ca. 2.500 Einwohner und liegt an der Westseite von Vågsøy an Ulvesundet. M. ist einer der wichtigsten Fischereihäfen Norwegens, wird täglich von Hurtigruta in nördlicher und südlicher Richtung angelaufen und besitzt eine Festlandsverbindung über eine Brücke (Måløybrua). An deren beiden Enden befindet sich jeweils eine große Tafel, welche die aktuelle Windstärke anzeigt und bis Stärke 12 reicht. Der Autofahrer kann dann selbst entscheiden, ob er weiterfährt. Sieht die Anzeige so aus wie am 7. Januar 2000, bedarf es einiger Überlegungen, ob man es riskieren will. Ich meinerseits bin damals umgekehrt - nicht zuletzt auch aus der Befürchtung heraus, ich könne plötzlich in Måløy festsitzen, denn ab Windstärke 12 erfolgt die Sperrung der Brücke.

Die Stadt hat aus Autofahrersicht einen Nachteil, den sie mit vielen anderen Städten - nicht nur in Norwegen - teilt: Es gibt kaum Parkplätze im Zentrum, und schon gar keine gebührenfreien. Ich habe für mich einen privaten Ausweg gefunden. Bin ich in Måløy, stelle ich das Auto auf dem Parkplatz vor dem Bürogebäude der Firma ab, einem grauen Glas- und Marmorpalast, der ahnen läßt, wie einträglich das Geschäft mit dem Fisch sein muß, obgleich auch dieser Wirtschaftszweig keineswegs mehr so floriert wie zu früheren Zeiten, und den Sie auf dem folgenden Bild nicht übersehen können. Von dort aus ist man in wenigen Minuten zu Fuß an jeder gewünschten Stelle des Stadtzentrums. Ich weiß nicht, ob ich dort überhaupt als Nicht-Kunde oder Mitarbeiter parken darf, habe aber auch noch keinen Ärger bekommen. Daher habe ich keine Scheu, Ihnen den Weg zu beschreiben: Von Måløybrua kommend folgt man der Haupt- (und Vorfahrts-)straße Richtung Raudeberg. Nach schätzungsweise einem Kilometer befindet sich an einer Straßenecke auf der rechten Seite ein Schiffsausrüstungs- und Eisenwarengeschäft - VERLO SKIPSHANDEL. Dort zweigt eine Straße nach rechts ab, um sofort in eine Rechtskurve überzugehen und parallel zur Hauptstraße zurückzufühen. Hier biegt man ein und fährt direkt auf das besagte Gebäude zu.
Eine andere kostenlose Parkmöglichkeit findet man, wenn man VERLO rechts liegen läßt und nach dem Werftgelände nach rechts auf einen großen Platz einschwenkt. Irgendwo findet man garantiert ein Plätzchen, wo man nicht im Wege ist.
Hier bietet sich für Sie auch eine Möglichkeit, sich eine Krebsreuse zu kaufen, um sich diese zu Hause zur Dekoration in Ihre gute Stube zu hängen, denn benutzen dürfen Sie sie nicht - warum, das lesen Sie hier. Ein unscheinbares Gebäude beherbergt Måløy smie, und dort werden diese Fanggeräte hergestellt.

Straßennamen werden Sie in Måløy übrigens vergeblich suchen, denn die Verkehrswege sind numeriert. Von gate 1 ganz unten am Ufer bis gate sowieso hoch oben ziehen sich die Straßen parallel am Berghang entlang. Fahren Sie einmal an einem schönen Tag hinauf und genießen Sie den Blick aus der Vogelperspektive - es lohnt sich!

Måsegga
Berg (435 m), südwestlich von Mehuken. Auf dem Gipfel militärische Radaranlage.

Nedre Oppedal
Ansiedlung an der Westseite von Vågsøy, 8 km von Måløy entfernt. In der Nähe Kannesteinen, eine Felsformation, deren Form an eine Walflosse erinnert.

Raudeberg
- N61°59' E005°09' - liegt 7 km nördlich von Måløy an der Westseite von Vågsøy. Neben verschiedener Kleinindustrie gibt es Schiffbau und eine Reihe von Klippfischtrocknereien.

Refvik
ist eine kleine Ansiedlung an der Nordseite von Vågsøy und bietet einen schönen Sandstrand.
Schauen Sie sich doch bitte einmal genau das dritte Bild an. Was fällt Ihnen auf? Richtig - die Häuser haben am Giebel keine Fenster. Aus der Nähe betrachtet sieht man dann, daß die Giebelwände sogar nicht einmal, wie üblich, aus Holz bestehen. Sie sind auch nicht etwa bloß aus Stein gemauert, sondern aus Beton gegossen. Des Rätsels Lösung ist Refvikvatnet, der See, den Sie am rechten Rand des mittleren Bildes dunkel schimmern sehen. Im Winter reißt der Sturm bisweilen Eis von der Seeoberfläche hoch und peitscht es mit solcher Wucht gegen die Häuser, daß hölzerne Wände stark beschädigt, wenn nicht gar vollständig zerstört werden würden. Um dieser Gefahr zu begegnen, hat man die Giebel auf der Seeseite gewissermaßen verbunkert. Das auf diesen beiden Aufnahmen zu sehende Haus ist das allerletzte in Refvik und steht am weitesten vom See entfernt. Vielleicht hat sein Erbauer deshalb den Mut besessen, doch ein kleines Fenster in die Giebelwand einzulassen. Aber der Rest besteht aus Beton - grundsolidem Beton.

Runde
bildet die äußerste bewohnte Insel in der Gemeinde Herøy, südwestlich von Ålesund, ist über eine Brücke (432 m) sowie einen Tunnel (956 m) zu erreichen und besitzt mit Rundebranden Norwegens südlichsten und am leichtesten zugänglichen Vogelfelsen, der sich 300 m senkrecht aus dem Meer erhebt. Von Mai bis August nisten hier mehrere hunderttausend Vögel der verschiedensten Arten, Vogel- und Pflanzenwelt stehen unter Naturschutz. Zwischen dem 15. März und dem 31. August ist das Betreten des Nistgebietes verboten, doch ein leichter Weg führt vom Parkplatz aus zu mehreren Stellen, von denen man das Leben und Treiben (vorzugsweise mit dem Fernglas) gut beobachten kann.
Im Jahre 1972 fanden Taucher bei Runde das Wrack des niederländischen Schiffes Akerendam, das im Jahre 1725 untergegangen war. Daraus bargen sie etwa 60.000 Gold- und Silbermünzen - ein Fund, der bald als Rundeskatten<14> bekannt wurde.

Sandvikdalen
Tal, das von Sandvik zu Sandvikvatnet hinauf und von dort nach Sørbrandal hinunterführt. Fahrweg von Håberg bis zum See, ab dem Wasserwerk als bomveg - Benutzung nur gegen eine Gebühr. Näheres hierzu finden Sie auf der Seite über die Wandermöglichkeiten.

Stadlandet (Stattlandet, Stadtlandet)
a) Halbinsel, die ca. 50 km nach Westen ins Meer ragt, an der Landenge zwischen Kjøde und Eide beginnt und von Sildegapet, Stadhavet sowie Vanylvsfjorden umrahmt wird. S. bildet eine natürliche Wetterscheide und ist als Gebiet mit hartem Wetter bekannt.
Nach meinem eigenen Empfinden bietet sich Vestlandet hier am wildesten und widersprüchlichsten dar - eine idyllische Fjordlandschaft, die, je weiter man sich der offenen See nähert, dramatisch ihren Charakter verändert.
Vermag die Gegend am Ende von Vanylvsfjorden, bei Åheim etwa, durchaus an den inneren Hardanger- oder Sognefjord zu erinnern, so verliert sich dieser Eindruck mit jedem Kilometer, den man auf S. in westlicher Richtung fährt, immer mehr. Die Küste wird steiler, der Ufersaum schmaler und die Berge nehmen an Schroffheit zu, während der höhere Baumbestand allmählich zurückgeht. Ab Leikanger dann, wo sich die Straße in das Gebirge hineinzuwinden beginnt, um nach Honningsvåg, Ervik und Hoddevik zu führen oder auch auf dem Hochplateau von Kjerringa zu enden, trifft man auf das beeindruckende Nebeneinander von Hochgebirge, Steilküste, offenem Meer und langen Sandstränden.
Von der Besiedelung her ergeben sich große Unterschiede zwischen der West- und der Ostseite. Im Westen endet die durchgehende Nutzbarkeit des Ufersaumes 7 km hinter Selje bei Skårbø. Im weiteren Verlauf gibt es dann nur noch Ansiedlungen in Drage und bei Fure. Die Ostseite hingegen ist nahezu durchgehend bis Eltvik bebaut, eine Ausnahme machen nur die äußeren Hänge von Revjehornet.
b) Amtlicher Name des Ortes Leikanger.

Storenes
Landzunge, die zwischen Borgundvågen und Eltvik auf Vanylvsgapet hinausgeht. Zahlreiche ehemalige deutsche Kanonenstellungen aus dem Zweiten Weltkrieg, bei denen die Rohre teilweise noch vorhanden sind.

Sætrasanden
ist ein netter kleiner Strand auf Vågsøy, von malerischen Felsen durchzogen . Er liegt irgendwo linker Hand, nachdem Sie Vedvik passiert haben und ist eigentlich nicht zu verfehlen (achten Sie einfach auf einen nach links zeigenden Wegweiser mit dem "Badesymbol"), veranlaßt mich aber auch, wieder einmal ein Verkehrsschild einzusetzen: (für ein hat es nicht gereicht, denn zum einen sollen Sie durchaus diesen Strand besuchen, und zum anderen weiß ich natürlich nicht, ob Sie eventuell vierradgetrieben unterwegs sind, wobei in diesem Falle auch das Achtungsschild für Sie nicht gilt). Ich hätte jedenfalls ein solches vor meinem geistigen Auge haben sollen - an diesem 15. April 2004, der sich als weiterer Abenteuertag erweisen sollte und den ich Ihnen - zumindest als abschreckendes Beispiel - schildern will.

Ich war wieder einmal auf Vågsøy, hatte mich am Strand von Refvik herumgetrieben und einen dieser herrlichen kühlen Spaziergänge unternommen, wollte aber nicht auf direktem Wege zurück-, sondern quasi auf der Außenseite der Insel herumfahren und so meine Tour beenden. Außerdem wollte ich endlich einmal Sætrasanden einen Besuch abstatten. Der Wegweiser zeigte auf einen nach unten führenden Fahrweg, und ich bog guten Mutes von der asphaltierten Straße auf eine Schotterpiste ein. Bald sah ich ein paar kleine Häuser, vor denen ein Weg ebenfalls in die linke Richtung abzweigte. In diesen schwenkte ich ein - und merkte im selben Moment, daß ich genau das hätte unterlassen sollen. Es ging steil nach unten, ich fühlte, wie die Räder im weichen Belag einsanken, sich das Fahrzeug nur ungenau lenken ließ. Mehr rutschend als fahrend erreichte ich dann eine ebene Grasfläche, die genauso aufgeweicht war wie der Weg, denn es hatte an den vergangenen Tagen (wieder einmal) ausgiebig geregnet.

Unten angekommen, wendete ich zunächst einmal und beschloß, einen sofortigen Befreiungsversuch zu starten, denn zu einer Strandwanderung hätte ich wohl kaum die nötige Ruhe. Glücklicherweise war diese Grasfläche nicht nur eben, sondern auch vergleichsweise lang. Ich setzte also zurück, gab Gas, die Räder drehten durch, griffen endlich, und der Wagen erreichte auch eine beachtliche Geschwindigkeit, wenngleich er kräftig ins Schlingern geriet. Dann erreichte ich den Schotterweg. Abrupt verminderte sich meine Fahrt, ich mußte vom zweiten in den ersten Gang zurückschalten, die Räder begannen durchzudrehen, Steine prasselten in die Kotflügel, und dann - ich hatte etwa ein Drittel des Weges bezwungen - kam das Aus. Nichts ging mehr; alle Versuche, wieder anzufahren, blieben ergebnislos.

Anstatt das Auto an Ort und Stelle stehenzulassen (ich hätte überhaupt niemanden behindert) ließ ich es zurückrollen, um einen zweiten Anlauf zu nehmen. Dabei passierte es: Ich kam irgendwie vom Kurs ab, geriet auf noch weicheres Gelände als es sowieso schon vorhanden war, und steckte sowohl nicht nur unverrückbar fest, sondern auch nachhaltig in der Klemme.

Nun tat Hilfe Not. Das, was ich beim Herunterfahren als Häuschen ausgemacht zu haben meinte, entpuppte sich bei näherer Betrachtung als spärliche Ansammlung einiger hytter - an einem ganz normalen Wochentag wie diesem und zu dieser Jahreszeit natürlich menschenleer und damit insgesamt wenig hilfreich. Resignierend stieg ich aus, zog mir meine Jacke über und sah mich um. In einiger Entfernung konnte ich etwas erkennen, was eher nach regulären Wohnhäusern auszusehen schien, und ich glaubte sogar, ein oder sogar zwei landwirtschaftliche Gebäude im Blick zu haben. Sofort kam Hoffnung auf, denn in einer solchen Situation wie dieser gibt es zwei einfache Gleichungen, die im Regelfall auch aufgehen: "Landwirtschaft = Traktor" und "Traktor = Hilfe". Auf diese Weise ermutigt, nahm ich den Weg in Angriff, stand kurz darauf bereits wieder auf der Hauptstraße und strebte diesen Häusern zu.

Als ich das erste von ihnen erreicht hatte, wirkte es seltsam leer. Eine Klingel gab es nicht, also klopfte ich. Erst etwas zaghaft, dann recht kräftig. Nichts rührte sich. Ich zog weiter. Beim nächsten Haus - das gleiche Spiel. Nun fiel mir auf, daß auch nirgendwo auch nur ein einziges Auto stand, und es dämmerte mir: Wochentag, um die Mittagszeit. Der Mann ist zur Arbeit, die Frau vielleicht auch oder beim Einkaufen, die Kinder sind in der Schule. Aber wenigstens handelte es sich hier um ganz gewöhnliche Wohnhäuser, zur ständigen Benutzung bestimmt.

Erst beim letzten Gebäude machte mein Herz einen Freudensprung: Licht brannte, ein Auto stand vor der Tür, eine Maschine lief. Es handelte sich nämlich um einen Neubau, und ein Handwerker verlegte irgendwelche Bretter. Recht kläglich schilderte ich ihm mein Problem, und er begann nachzudenken. Nein, der Nachbar um die Ecke habe zwar einen Traktor, käme aber nicht vor dem späten Abend zurück. Allerdings... Er griff zum Mobiltelephon und rief jemanden an, den der Roy nannte und dem er die Lage schilderte. Jau, greit. Keine Sorge, derjenige, für den dieses Haus gebaut würde, käme in etwa einer Stunde an den Strand und zöge mich heraus. Ich müsse halt ein wenig Geduld aufbringen. Dankbar verabschiedete ich mich und trottete zum Auto zurück.

Ich brauchte nicht einmal eine halbe Stunde zu warten, als oben auf dem Weg ein Auto erschien, rückwärts hinabrollte und sich als ziemlich verbeulter und verrosteter Toyota Landcruiser erwies. Der Fahrer stellte sich als Roy vor und meinte, er sei sich zwar nicht ganz sicher, aber eigentlich sollten wir das hinbekommen. Schnell war ein kräftiges Abschleppseil befestigt, und es konnte losgehen. Ich solle im ersten Gang ein wenig Gas geben, meinte mein Helfer, aber bloß nicht zu viel...

Mit einem markerschütternden Ruck setzte sich mein Auto in Bewegung, war kaum lenkbar, wurde mehr hochgerissen als daß es hochgezogen worden wäre. Steine flogen, es schepperte überall, und mir wurde angst und bange. Aber dann hatten wir doch diejenige Abzweigung erreicht, die ich hätte vermeiden sollen, die Steigung wurde spürbar geringer, und kurz vor dem Erreichen der Hauptstraße fuhr ich dann aus eigener Kraft; das Seil schleifte nur noch über den Boden. Nachdem wir die Verbindung gelöst hatten, kam wir noch ein wenig ins Gespräch. Ich sei keinesfalls der erste, dem das passiert wäre. Wer sich auskenne, parke oben an der Straße - und jetzt kenne ich mich ja aus, bekam ich zu hören. Hoffentlich sei dem Wagen nichts passiert, meinte Roy noch, und dann trennten sich unsere Wege. Er fuhr nach rechts zu seinem Haus, ich setzte meinen unterbrochenen Weg in der entgegengesetzten Richtung fort.

Immer wieder lauschte ich auf verdächtige Geräusche. Aber der Motor lief gleichmäßig, die Bremsen faßten zu, wenn sie sollten. Doch als ich in Raudeberg einfuhr, passierte es: Ein lautes Knacken, mahlende, knirschende Geräusche aus Richtung eines der Vorderräder. Ich hielt auf der Stelle an, sah unter den Wagen, erwartete, irgendwo Flüssigkeit tropfen zu sehen. Nichts. Mit mulmigem Gefühl stieg ich wieder ein, fuhr an, und - ein erneuter Krach, worauf diese Mahlgeräusche schnell abnahmen und schließlich verstummten. Meine Vermutung war, daß sich irgendwo ein Stein festgesetzt gehabt hatte. Jedenfalls war mein Bedarf für diesen Tag gedeckt, und ohne weiteren Verzug fuhr ich nach Hause; weitere Vorkommnisse gab es dabei nicht.

Am nächsten Morgen schaute ich sorgfältig unter das Auto - sehr sorgfältig sogar. Aber alles war trocken, und so faßte ich den Entschluß, noch einmal an den gestrigen Tatort zurückzukehren und in Augenschein zu nehmen, was wir dem Weg wohl angetan haben mochten. Oh je...

Sørdalen
bietet die Gelegenheit, nicht weit von Hammaren entfernt eine "Alpenstraße im Westentaschenformat" zu befahren -
obgleich diese Bezeichnung, so plakativ sie auch sein mag, der Straße doch nicht gerecht wird. Einerseits bietet sich diese Strecke als Möglichkeit für die Rückfahrt an, wenn man Syvdsfjorden erkundet hat, andererseits ist sie im selben Maße geeignet, einem Ausflug als bloßer Selbstzweck zu dienen.
In Syvde biegt man in Richtung Øvreberg (ich habe auch schon den Namen Øverberg gehört und gelesen) ab, und dann gibt es keine Möglichkeit mehr, vom rechten Weg abzukommen - man folgt einfach immer weiter dieser Straße, die zunächst an Sørdalsvatnet entlangführt. Bei Nedreberg beginnt sie, in Serpentinen in das Gebirge hineinzuführen, um später in einer Höhe von 400 m dazu einzuladen, die Aussicht zurück nach Syvde und auf Syvdsfjorden zu genießen. Hier oben gibt es nicht nur die Möglichkeit zum Wintersport (Øvreberg skisenter), sondern auch zahlreiche Hütten der Menschen aus der Umgebung - einerseits wegen der bereits erwähnten Wintersportmöglichkeiten, andererseits wegen Kilebrekkvatnet. An diesem See fährt man eine Weile entlang, bevor man die atemberaubenden und abwärtsführenden Haarnadelkurven bewältigen muß (und sich gleichzeitig am Ausblick auf Syltefjorden erfreuen darf), ehe man in Sylte (Syltefjord) auf Rv 61 trifft und in Richtung Hareid abbiegt.
Ich habe diese Straße zuletzt im Jahre 1993 befahren. Damals war sie durchweg einspurig und überwiegend unbefestigt, und ich gehe nicht davon aus, daß sich daran in der Zwischenzeit etwas geändert hat.

Valderøy
a) Insel nördlich von Ålesund mit direkter Straßenverbindung durch Tunnel und Brücken nach Ellingsøy, Giske und Vigra. An der Westseite Skjonghelleren, eine Höhle, deren Eingang 57 m über dem Meer liegt. Die ersten 30 m in ihren Inneren müssen gebückt zurückgelegt werden, dann ist Stehhöhe erreicht. Funde deuten auf eine Besiedelung in der jüngeren Steinzeit hin.
b) Ort gleichen Namens an der Westseite von a), Verwaltungszentrum der Gemeinde Giske.

Ålesund
a) - N62°28' E005°10' - liegt auf den drei Inseln Norvøya, Aspøya und Heissa, die sich gleichsam in der Form eines Angelhakens ins Meer hinausstrecken und untereinander sowie mit dem Festland durch Brücken verbunden sind. Das Stadtzentrum erhielt sein heutiges Gesicht nach einem Großbrand im Jahre 1904, bei dem 700 - 800 Häuser in Flammen aufgingen und fast 10.000 Menschen obdachlos wurden. Der deutsche Kaiser Wilhelm II., bekanntlich ein großer Freund Norwegens (man begegnet seinen Spuren nicht nur in Å., wo ihm ein Denkmal im Stadtpark gesetzt wurde, sondern denke auch an die Statue Fridtjov Torsteinssons, Fridtjovsstatuen in Vangsnes - ein Geschenk des Kaisers aus dem Jahre 1913) sorgte durch finanzielle Unterstützung für einen Wiederaufbau im Jugendstil. Allein wegen dieser sorgsam bewahrten Gebäude lohnt sich ein Besuch.
Will man die Stadt aus der Vogelperspektive betrachten, steigt man entweder vom Stadtpark aus die 418 Treppenstufen hinauf, die auf den Berg Aksla führen, oder man fährt mit dem Auto. Dazu muß man zurück auf diejenige Straße zurück, auf der man nach Å. hineingefahren ist, und auf einen Wegweiser mit der Aufschrift Fjellstua achten - der Name Aksla erscheint nicht.
Å. ist einer der größten Fischereihäfen des Landes; entsprechend groß ist der Umfang der fischverarbeitenden Industrie - Kühl- und Gefrieranlagen, Tranraffinerien, Trockenanlagen, Räuchereien, Konservenfabriken und vieles andere mehr. Der ortsansässige Schiffbau hat sich auf Fischereifahrzeuge spezialisiert.
Im Jahre 1986 wurde eine technische Meisterleistung dem Verkehr übergeben: Ein Tunnel von 3.500 m Länge zur Insel Ellingsøy sowie ein weiterer (4.300 m) nach Valderøy und Vigra. Durch zwei andere Bauwerke, eine Brücke (550 m) nach Giske und einen Tunnel (3.900 m) nach Godøy, ist die gesamte Gegend seitdem mit dem Festland verbunden. Wer davon Gebrauch machen will, wird allerdings zur Kasse gebeten - ich habe im Jahre 1993 für mich und das Auto pro Strecke NOK 47,-- zahlen müssen. Ob sich die Höhe dieser Benutzungsgebühr zwischenzeitlich geändert hat, ist mir nicht bekannt, steht jedoch zu befürchten: Bereits im Jahre 1994 wurde zwar derselbe Betrag angegeben, doch mit dem Zusatz versehen, die Tarife befänden sich "in Überarbeitung"<15>, was kaum auf eine Preissenkung hindeuten dürfte.
Unbedingt einen Besuch wert ist das neue (1997) Aquarium (Atlanterhavsparken), welches in einem Außenbezirk der Stadt direkt am Meer errichtet worden ist und ausschließlich einheimische Meeresbewohner beherbergt. Vom Zentrum aus kann man es dank guter Beschilderung nicht verfehlen. Wir haben es im April 1999 besucht und waren sehr beeindruckt. Die Konzeption ist so gewählt, daß alle Tiere in Aquarien zu sehen sind, in denen man ihre natürlichen Lebensräume realistisch nachgebildet hat. Da gibt es das Leben unter einem Fähranleger mit seinen von Tang überwachsenen Holzpfählen, man sieht in das Hafenbecken hinab, in dem sich selbstverständlich auch menschlicher Unrat befindet (ich erinnere mich noch an ein altes Autolenkrad und Blechbüchsen) und wird schließlich auf das offene Meer hinausgeführt, wo sich Schwarmfische tummeln. Eine spezielle Flachwasserzone ist so angelegt, daß man den Eindruck hat, Dorsche, Schollen, Kohl- und Schellfische mit der Hand greifen zu können.
Ansonsten empfiehlt es sich, die Stadt in Ruhe zu Fuß zu durchstreifen und sich von der Atmosphäre verzaubern zu lassen, dieser seltsamen Mischung aus deutscher Architektur und norwegischer Hafenbetriebsamkeit. Es gibt viele malerische Winkel - gerade abseits der Fußgängerzone - zu entdecken, und auch wir, die wir schon so oft die Stadt besucht haben, finden immer wieder etwas Neues. Dazu parkt man am besten in der Tiefgarage des Einkaufs- und Verwaltungszentrums Kremmergården, mitten im Zentrum gelegen, und vermeidet so das lästige Nachwerfen in die Parkuhr. Noch im Frühjahr 1999 bestand die angenehme Regelung, daß das Parken hier am Samstag gebührenfrei war. Doch in der Zeitung wurde gemeldet, die Betreibergesellschaft des Parkhauses sei auf Konfrontationskurs zur örtlichen Kaufmannschaft gegangen und beabsichtige, zukünftig auch samstags die Kassen klingeln zu lassen. Wie dieser Streit ausgehen wird, ist ungewiß.
Will man sich bei seinem Besuch nur auf den eigentlichen Stadtkern beschränken, so bietet sich übrigens auch eine andere Art der Anreise an: Man fährt mit dem Auto bis Hareid und stellt es dort am Hafen ab - kostenlose(!) Parkplätze gibt es mehr als genug. Dann fährt man mit Snøggbåten<16> in 25 Minuten direkt in die Stadtmitte Å.s. Fahrpreis (Frühjahr 1999) pro Person und Strecke: Erwachsene NOK 45,--, Kinder NOK 23,--.
Ein Tip zum Schluß: Wer Fisch mag, sollte am Hafen im Skateflu kafe vorbeischauen; man findet es bezeichnenderweise auf Skatekaien. Ein unscheinbarer Eingang führt hinein, und nichts deutet von außen darauf hin, was es im Inneren gibt - eine (Selbstbedienungs-)Cafeteria mit einem Panoramablick aus dem ersten Stock auf den Hafen und täglich frischen Fischgerichten. Welcher Fisch zur Zubereitung gelangt, hängt vom jeweiligen Tagesfang ab. Die Speisekarte bietet zwar keine Extravaganzen, sondern "nur" solide norwegische Hausmannskost in üppigen Portionen und zu annehmbaren Preisen, doch ob es wenige Meter weiter in Tollboden besser schmeckt? Ich habe es noch nicht ausprobiert und fühle auch keinen Drang danach. Mein persönlicher Favorit ist übrigens schon seit Jahren etwas, was unter dem Namen plukkfisk über die Theke gereicht wird...
b) Gemeinde in Møre og Romsdal, 90 km², 38.000 Einwohner (1997). Verwaltungssitz: a).

Åram
- eine Ansiedlung in der Gemeinde Sande am Treffpunkt von Åramsundet und Hallefjorden und durch eine Fähre mit Larsnes, Voksa und Kvamsøya verbunden, bedarf aus zweierlei Hinsicht der Erwähnung:
Zum einen gibt es einen sehr angenehmen Platz zum Fischen auf dem Kai des Fähranlegers. Man hat sein Auto in unmittelbarer Reichweite, steht auf ebenem Betonboden und findet ein stabiles Geländer zum bequemen "Darauflümmeln" vor. Sollte es zwischendurch den einen oder anderen Schauer geben, besteht die Möglichkeit, sich in einem Wartehäuschen (für die Reisenden, die übersetzen wollen) zu verkriechen. Steht die Sonne günstig und ist das Wasser ruhig, kann man sogar seine "Opfer" über den Sandgrund schwimmen sehen und ihnen den Haken direkt vor das Maul halten. Sobald die Fähre noch einige hundert Meter entfernt ist, muß man zwar sein Gerät einziehen, damit es nicht beschädigt wird, aber das kommt nur etwa alle zwei Stunden vor.
Zum anderen bietet der Ort eine Attraktion, welche ich vor mehreren Jahren entdeckt habe, die aber Geschmackssache ist. Am Hafen betreibt ein Mann namens Per Inger Nystøyl sein 'Unternehmen'. Niemand in der Gegend weiß so richtig, womit er seinen Lebensunterhalt verdient - er hat zwar ein Boot und fährt damit zum Fischen hinaus, dies aber zu unregelmäßig, um allein davon existieren zu können, und es wird viel darüber spekuliert, was er sonst noch so alles treiben mag. Das soll uns aber nicht weiter interessieren - stellen wir einfach fest, daß es gut ist, daß es ihn gibt. Wenn man ihn nämlich einmal zu fassen bekommt, kann man von ihm - natürlich - frischen Fisch kaufen (und damit sein eigenes fehlendes Glück kompensieren). Mangelt es einem selbst an der nötigen Fingerfertigkeit, filetiert er auch auf entsprechendes Bitten hin. Man zahlt nach Gewicht (s. u. h.<17>), und erhält seine Filets. Niemand sollte sich von seinem Äußeren täuschen lassen: Er ist ein sehr kräftiger Bursche, der einen stets mit einem ausgesprochen finsteren Blick bedenkt - selbst in dem für alle Beteiligten erfreulichen Augenblick, in welchem Kronenscheine und Fisch ihren Besitzer wechseln - und es dauert eine ganze Weile, mit ihm "warm zu werden".
Die Attraktion ist selbstredend nicht der Fischverkauf, sondern vielmehr ein Produkt, das besagter Per Inger aus seinen Fischen herstellt: fiskekaker<18>. Und diese sind die zweitbesten, die ich kenne (die besten macht Solfrid Røys, aber leider zu selten - wegen des Aufwandes). Per Inger hingegen stellt sie jedesmal dann her, wenn er vom Fischen zurück ist. Wenn man also in seinen 'Geschäftsgebäuden' eine offene Tür sieht, stehen die Chancen gar nicht schlecht - er ist zumindest da. Trifft man aber auf ein offenes Tor, aus dem ein verführerischer Duft weht, und hinter dem man Bleche über Bleche mit Dingen sieht, die entfernt unseren "Berliner Pfannkuchen" ähneln, hat man einen Volltreffer gelandet - sofern man so etwas mag. Sie werden ofenwarm und im Dutzend verkauft, man kann sie an Ort und Stelle genießen oder mit nach Haue nehmen, einfrieren, und später in der Pfanne mit etwas Butter zuzubereiten.
Wie gesagt - eine Geschmackssache. Wer sich nun auf die Suche nach diesen Köstlichkeiten machen will, fährt von Hakallestranda nach Åram, biegt hinter der Kirche (oder vor der Schule, es kommt auf das gleiche heraus) entsprechend dem Wegweiser zur Fähre links ab, fährt in der ersten Rechtskurve stur einige Meter geradeaus und auf ein rotes Holzgebäude zu. In diesem befindet sich die Produktionsstätte der fiskekaker.

[Zurück]...[Startseite]...[Übersicht]...[Weiter]


<1> Diese Assoziation ist nicht so weit hergeholt, wie sie auf den ersten Blick erscheinen mag. Das vielbesuchte Nordkapp ist keineswegs der nördlichste Punkt des norwegischen Hauptlandes (d. h. Norwegen einschließlich Inseln, aber ausschließlich Bjørnøya, Jan Mayen und Svalbard [Spitsbergen]) - dieser ist Knivskjellodden auf Magerøy mit N71°11'08". Ebensowenig stellt das sogenannte Vestkapp den westlichsten Punkt dar - diesen findet man auf Steinsøy bei Utvær in der Gemeinde Solund - mit E004°30'05" zwar nur ein wenig westlicher als der (ehemalige) zweite Decca-Mast auf Stad (E005°07,5'), aber eben wirklich der westlichste Punkt. [Zurück]

<2> Nr. 2940 in Norsk fyrliste. Zur Typisierung und Klassifizierung siehe Fn 8 und 9. [Zurück]

<3> Nr. 3387 in Norsk fyrliste. Zur Typisierung und Klassifizierung siehe Fn 8 und 9. [Zurück]

<4> Nr. 2840 in Norsk fyrliste. Zur Typisierung und Klassifizierung siehe Fn 8 und 9. [Zurück]

<5> Nach Bjørkhaug/Poulsson, Norges fyr, bind 1, Oslo 1986, S. 254. [Zurück]

<5a> Beiden Fragen bin ich bislang nicht nachgegangen, werde es aber gelegentlich tun. Auf den Gedanken, ein paar Tage dort zu verbringen, bin ich übrigens erst gekommen, als ich hier so vor mich hin gedichtet habe, und das war am 23. Juni 2005. [Zurück]

<5b> Das habe ich bis heute nicht hinbekommen. Aus diesem Grunde gibt es auch nicht, wie gewöhnlich auf dieser Website, die Möglichkeit, den Thumbnail zu vergrößern. Wenn Sie die Originalaufnahme sehen und einen Versuch machen möchten, Ihrerseits das Schild zu entziffern, dann seien Sie sich bitte dessen bewußt, daß die betreffende Datei 459K groß ist und eine(n) entsprechende(n) Downloadzeit bzw. traffic verursacht. Wenn Sie das in Kauf nehmen wollen, klicken Sie hier - ansonsten gehen Sie ganz einfach [zurück].

<6> Dazu siehe das Stichwort "Mobiltelefon". [Zurück]

<7> Nr. 2905 in Norsk fyrliste. [Zurück]

<8> Das norwegische Leuchtfeuerwesen kennt zehn verschiedene Installationstypen, vgl. Norsk Fyrliste 1994, S. 18. Die drei wesentlichen und ihre jeweiligen Definitionen sind:
Fyrstasjon: Eine Einrichtung, bei der Linse und Lichtquelle in einem Haus, Turm oder speziellen Gebäude angebracht sind. Fyrstasjoner können bemannt sein ("FB") oder unbemannt und automatisiert betrieben werden ("FA"). Dieser Begriff kommt dem deutschen Wort "Leuchtturm" am nächsten.
Fyrlykt: Linse und Lichtquelle sind in einem Haus oder dergleichen angebracht ("FL").
Lanterne: Eine Einrichtung, bei der die Linse mit oder ohne Schutzverglasung einen Teil der tragenden und ummantelnden Konstruktion ausmacht ("LA").
Diese Klassifizierung bezieht sich nur auf die baulichen Gegebenheiten und hat nichts mit der eigentlichen Größe ("Klasse") des Feuers (dazu Fn 9) zu tun. [Zurück]

<9> Die größenmäßige Einordnung - Klassierung - erfolgt anhand des Innendurchmessers der Linse. Es werden insgesamt 6 Größenordnungen unterschieden, vgl. Norsk fyrliste 1994, S. 15:
.........................................Innendurch-
................................Ord- messer der
.................................nung Linse [mm]
...................................1. ....1.840
...................................2. ....1.400
...................................3. ....1.000
...................................4. .......500
...................................5. .......375
...................................6. .......300
Abhängig von Bauweise und/oder Betriebsart können Feuer gleicher Ordnung unterschiedlichen Typen angehören. So ist zum Beispiel Kråkenes als "4-FA/NA", Buholmen dagegen als "4-FL/PC" typisiert. Die Bezeichnungen hinter dem Schrägstrich kennzeichnen dabei die Energiequelle ("NA" = Netzenergie mit Notaggregat, "PC" = Batterien). [Zurück]

<10> Bjørkhaug/Poulsson, Norges fyr, bind 1, Oslo 1986, S. 260. [Zurück]

<11> Nach ebd. [Zurück]

<12> Vgl. NAF, 113. [Zurück]

<13> Vgl. NAF, 114. [Zurück]

<14> "Schatz von Runde". [Zurück]

<15> Rutebok for Norge Nr. 2/94, S. 441. [Zurück]

<16> Schnellboot, kein PKW-Transport. [Zurück]

<17> sløyd uten hode: ausgenommen ohne Kopf - a. o. K. [Zurück]

<18> Fischfrikadellen. [Zurück]


Letzte Änderung: Sonntag, 21.08.2005 18:22